Le Monde d’Hermès

 

An einem heißen Frühlingstag besuchten wir im Rahmen unserer Schneiderepoche mit der 10. Klasse die Handwerksausstellung „Festival des Métiers“ im Museum für Hamburgische Geschichte. Hermès ist ein traditionsreiches französisches Familienunternehmen mit Firmensitz in Paris, das seine Ursprünge im Sattlerwesen und in der gehobenen Lederverarbeitung hat. 1871 wurde die Luxusmarke, die ihre Produkte alle per Hand anfertigt, in Frankreich gegründet.

Vom 13. bis zum 18. Mai waren einige der französischen Hermès-Handwerker im Innenhof des Museums für Hamburgische Geschichte zu Besuch und ließen uns einen Einblick in ihr Können gewähren. 

Der Sattel, das Markenzeichen der Firma, und die bunt verzierten Kacheln auf den Boden sorgten für einige „AHHs“ und „OHHHs“ bei den Schülern, denn als wir von unserem bevorstehenden Museumsbesuch erfuhren, hatten wir sicher nicht mit so etwas gerechnet. Wir waren positiv überrascht. Positive Energie durchlief unsere Gemüter: Nun wollten wir alles erkunden. Nur einen einzigen Wimpernschlag brauchte es und die ganze Gruppe war in der großen, beeindruckenden Halle an verschiedenen Ständen verteilt.

Unser erstes Ziel war der Handschuhmacher. Hier konnten wir die verschiedenen Schritte eines von Hermès angefertigten Handschuhes, welcher nur aus einem Stück Leder besteht, bewundern. Wir unterhielten uns auf unserem nahezu einwandfreien Französisch mit dem Hersteller der Handschuhe (für Menschen, die der französischen Sprache nicht mächtig sind, standen an jedem Stand Dolmetscher zu Verfügung.) Dieser erklärte uns die Raffinessen seiner Arbeit, wie lange er wofür braucht und ließ uns auch die Handschuhe anprobieren. Es war sehr beeindruckend! 

Des Weiteren durften wir die Arbeitsprozesse eines Schlipsmachers, eines Sattelmachers und einer Seidentuchbearbeiterin bewundern.

Auch sahen wir wie auf Porzellan gemalt wurde, wie Seidentücher von Hand bedruckt wurden oder zu schönen Wandbildern verarbeitet wurden. Dies waren nur ein paar unserer vielen Eindrücke und wir bedauerten es sehr, dass wir nicht länger bleiben konnten und die Arbeiten der Hermès-Handwerker bewundern konnten.

Valeria und Majan, 10. Klasse