Unsere Schule

Das Leitbild

Wer sind wir?
Unser Verein „Rudolf Steiner Schule Altona e. V.“ ­besteht aus Kindergarten, Schule und Hort. ­Unsere bunte, kreative und ­tolerante Elternschaft findet hier eine Atmosphäre der Geborgenheit und Pädagogen, die ihren ­Kindern ­Wissen und Werte vermitteln.
Die von Rudolf Steiner entwickelte Waldorfpädagogik ist Grundlage unserer pädagogischen Arbeit, die in dem Bewusstsein lebt, dass sich in jedem Menschen ein Geistiges offenbart.
Die anthroposophische Menschenkunde betrachtet den Menschen als Einheit aus Körper, Seele und Geist. Deren ­gesundes Zusammenwirken wollen wir im heranwachsenden Menschen fördern.

Was wollen wir?
Achtsam im Umgang mit den uns anvertrauten Kindern und ­Jugendlichen wollen wir eine Lebens- und Lernatmosphäre schaffen, die Bindung ermöglicht, die unsere Kinder die Welt entdecken und lieben lässt und die zum freien Denken anregt. Zwischen Eltern und Pädagogen streben wir eine Erziehungspartnerschaft an.

Durch unseren pädagogischen ­Ansatz wollen wir erreichen,

  • dass Kinder und Jugendliche auf gesunde Weise lernen und sich entwickeln können;
  • dass die Kinder und Jugendlichen in den Erziehenden authentische Gegenüber als wegweisende ­Vorbilder finden;
  • dass zwischen den Erziehenden und den Kindern und ­Jugendlichen tragfähige Beziehungen entstehen, die auch durch Konflikt- und Krisenzeiten tragen und in ­denen sich das Kind und der Jugendliche sicher und ­geborgen fühlen können;
  • dass sich jeder nach seiner Begabung und in seinem ­eigenen Tempo entwickeln kann;
  • dass sich Menschen mit unterschiedlichen Begabungen im ­Lernen gegenseitig anregen;
  • dass Kinder und Jugendliche in einer stabilen Gemeinschaft ­soziale Kompetenzen entwickeln können;
  • dass künstlerische Prozesse die Grundlage allen Lernens bilden.

Unser Ziel ist es, dass Heranwachsende den Herausforde­rungen der Gegenwart und Zukunft mit Mensch- und Welt­interesse verantwortungsvoll begegnen können.

Wie arbeiten wir zusammen?
Als Bildungseinrichtung in freier Trägerschaft verwalten wir uns selbst. Wir verwirklichen dabei neue Formen des ­gesellschaftlichen ­Miteinanders. Diese orientieren sich an den von Rudolf Steiner ­entwickelten Ideen zur sozialen Dreigliederung.
Wir wollen durch transparente ­Prozessverläufe, durch strukturierte und zielorientierte Beratung der Gremien und durch von der ­Gemeinschaft getragene Entscheidungen neue Formen der Zusammenarbeit praktizieren. Diese liegen Eltern und allen unseren ­Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ge­mein­sam am Herzen. Sie sollen geprägt sein durch gegen­seitige ­Toleranz, Achtung und Wertschätzung. Jeder Einzelne ist ­hierbei in seinem Engagement und mit seinen Fähigkeiten ­willkommen. Die kollegiale Selbstverwaltung und das Dele­gationsprinzip sind die organisatorischen und sozialen Grund­lagen unseres Handelns.

Das pädagogische Konzept

Auch unsere Schule, die Rudolf Steiner Schule Altona, beruft sich auf das Konzept der Waldorfpädagogik.

Wir begreifen und sehen den Menschen als physisches, seelisches und geistiges Wesen. Diese Grundlage ist für die erziehenden Eltern und Lehrer in der Schule wichtige Orientierung und Hilfe. Der Lehrplan ist so angelegt, dass die gesunde Entwicklung der Kinder und Jugendlichen zu selbständigen Persönlichkeiten gefördert wird. Das Künstlerische ist dabei für uns von besonderer Bedeutung:

  • Die Lehrer arbeiten an der praktischen Verwirklichung einer "Erziehungskunst" (R. Steiner), in deren Mittelpunkt der werdende Mensch steht.
  • Eine künstlerische Gestaltung des Unterrichts wird in allen Fächern und Klassen angestrebt, denn das "Begreifen" und damit das Lernen beginnt mit den Sinnen, den Händen und Füßen. Insofern hat das künstlerische Element z.B. auch in den naturwissenschaftlichen Fächern seinen festen Platz.
  • Im Kanon aller Fächer spielen die künstlerischen Themen eine große Rolle und werden in der gesamten Schulzeit gepflegt.

Schulgemeinschaft

Unsere Schule ist eine Einrichtung in freier Trägerschaft. Sie wurde auf Initiative von Eltern gegründet. Lehrer, Eltern und Schüler gestalten und verwalten die Schule selbst.

Klassengemeinschaft

Die Schüler lernen in einer Klassengemeinschaft, die bis zum Ende der 11. Klasse bestehen bleibt. Ein Sitzenbleiben aus Leistungsgründen gibt es nicht. Danach kann bei entsprechendem Leistungsstand die zweijährige Studienstufe besucht und die Fachhochschul- oder Hochschulreife (Abitur) erreicht werden (siehe Abschlüsse).

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Die Rudolf Steiner Schule Altona wendet sich gegen jede Art von Rassismus und Diskriminierung.

Dies bezeugen wir durch unsere Mitgliedschaft in dem Verbund "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage"; durch die Verlegung zweier Stolpersteine für im „3.Reich“ ermordete jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger; durch regelmäßige Unterrichtseinheiten, die die menschenverachtende Politik der NS-Zeit thematisieren; durch schulische Aktionen zur Prävention von Gewalt und Mobbing und zur Zivilcourage.

Die von Rudolf Steiner geschaffene Anthroposophie ist eine menschenliebende, die Individualität unabhängig von Religion und Herkunft fördernde und wertschätzende spirituelle Weltanschauung, der wir uns als Waldorfschule verbunden fühlen. Alle Waldorfschulen weltweit sind offen für Menschen jeder Religion und jeder Hautfarbe. In vielen Krisengebieten leisten die Waldorfschulen konkrete Friedensarbeit und fördern das Verständnis zwischen den Kulturen, zum Beispiel in Ländern des „Nahen Ostens“. Die „Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners“ (www.freunde-waldorf.de) fördern weltweit Kinderpatenschaften, um den Schulbesuch für Familien zu ermöglichen, die sich diesen sonst nicht leisten könnten. Immer wieder unterstützen ehemalige Schülerinnen und Schüler unserer Schule die Arbeit der „Freunde“ im Rahmen eines „Freiwilligen Sozialen Jahres“ (FSJ).
Mit großem Einsatz werden weltweit auch Kinder und Jugendliche mit heilpädagogischem Bedarf mit Hilfe der Waldorfpädagogik gefördert.

 Diese Beispiele zeigen, auf welch fruchtbare Weise die vor hundert Jahren von Rudolf Steiner gegebenen Impulse auf verschiedensten Gebieten weltweite Verbreitung gefunden haben. Dennoch werden immer wieder Anschuldigungen gegen Rudolf Steiner, die Anthroposophie und die Waldorfschulen erhoben, diese seien rassistisch eingestellt und pflegten rechtes Gedankengut.

Diese Anschuldigungen sind haltlos und entsprechen nicht der gelebten Realität.

Die wenigen Äußerungen Rudolf Steiners, die nach heutigem Sprachverständnis als abwertend und rassistisch verstanden werden müssen, sind bzw. werden im Rahmen der Neuherausgabe seiner Werke entsprechend kommentiert. Zum Verständnis dieser Vortragsstellen gibt es mittlerweile zahlreiche Untersuchungen.

 Überzeugen Sie sich beim Besuch unserer Schule davon, dass wir diesen Worten im Schulalltag durch unser Handeln entsprechen!

Literaturempfehlungen für an dieser Thematik näher Interessierte:
Anthroposophie und die Rassismus-Vorwürfe. Der Bericht der niederländischen Untersuchungskommission „Anthroposophie und die Frage der Rassen“. Mit einem Vorwort von Justus Wittich und einer Analyse nach deutschem Recht von Ingo Krampen. Info3 Verlag Frankfurt am Main, 6. Auflage 2006, Euro 24,-. ISBN an: 978-3-924391-24-9

Uwe Werner: Waldorfschulen im nationalsozialistischen Deutschland – eine kleine Monografie. Bund der Freien Waldorfschulen e.V. 2017

Ravagli, Lorenzo: Unter Hammer und Hakenkreuz. Der völkisch-nationalsozialistische Kampf gegen die Anthroposophie;  Verlag Freies Geistesleben, Stuttgart 2004;ISBN 3-7725-1915-6

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